Fit in den Frühling (1/9) – Reifen

Der Wechsel von der warmen zur kalten Jahreszeit und umgekehrt sollte auf keinen Fall nur mit dem Wechsel der Reifen verbunden sein. Es ist eine sehr gute Möglichkeit …

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Der Wechsel von der warmen zur kalten Jahreszeit und umgekehrt sollte auf keinen Fall nur mit dem Wechsel der Reifen verbunden sein. Es ist eine sehr gute Möglichkeit einige Verschleißteile auf Ihren Zustand und Ihre Funktion zu prüfen. Wir zeigen Ihnen die 10 wichtigsten Tipps, wie Sie Ihr Fahrzeug für den Frühling fitmachen.

Tipp 1: Reifen

Die Profiltiefe

Alle Jahre wieder das gleiche Prozedere. Sommerreifen runter und Winterreifen drauf. Bei jedem Wechsel sollten Sie auf die Profiltiefe der aufzuziehenden Reifen achten. Die Reifenverschleißanzeige, erkennbar an den kleinen Stegen quer zur Laufrichtung, ist jedoch ein visueller Anhaltspunkt für die Mindestprofiltiefe des Reifens. Die gesetzlich vorgeschriebene Profiltiefe beträgt 1,6 mm. Sind die Querstege mit der Lauffläche sollte der Reifen schleunigst erneuert werden, auch wenn die Mindestprofiltiefe von 1,6mm noch nicht erreicht ist.

Das Reifenalter
Bei dieser Gelegenheit sollten Sie sich unbedingt die DOT Nummer anschauen. Die DOT Nummer gibt das Alter des Reifens an. Ein Reifen welcher mehr als 10 Jahre Laufleistung hinter sich hat, sollte nicht mehr gewechselt werden, sondern bis zur Verschleißgrenze gefahren und dann entsorgt werden. Ein weiteres Umstecken des Reifens sollte aus Sicherheitsgründen vermieden werden.

Wie lese ich die DOT Nummer?
Hierfür sind die letzten Ziffern ausschlaggebend. Die ersten beiden Ziffern geben die Kalenderwoche an wobei die 3 und, wenn vorhanden, die vierte die Jahreszahl angeben.

  • DOT WTAE IJLT 179 steht also für die 17. Kalenderwoche im Jahr 2009
  • DOT BNCU A1 D4 0108 steht somit für die 1. Kalenderwoche im Jahr 2008

Verwechselungsgefahr
Beim Reifenwechsel selbst sollten Sie den Reifen immer an der gleichen Stelle an der Achse montieren, an dem er sich befunden hat. Also beschriften Sie die Reifen bei der Demontage. Dies verhindert auch die falsche Montage des Reifens mit Laufrichtungsangabe, da diese unbedingt eingehalten werden muss.

Felge festgefressen

Bei älteren Felgen kann es passieren, dass selbige sich an der an der Nabe festgefressen und sich nicht lösen lässt. Bevor Sie mit der Vorschlaghammermethode den Reifen lösen, probieren Sie es mit einem entsprechenden Lösungsspray (WD 40 oder ähnliches). Sollte dies nicht zum Erfolg führen, kann ein gezielter Schlag mit dem Vorschlagshammer auf den Reifen erfolgversprechend sein. Aber bitte nicht mit dem Hammer stumpf auf den Reifen schlagen. Verwenden Sie bitte eine entsprechende Unterlage (Holzblock).

Damit Ihnen das nicht nochmals passiert, säubern sie zunächst die Nabe mit einer Drahtbürste und schmieren anschließend ein wenig Kupferpaste auf die Fläche. Die Paste verhindert verlässlich das nochmalige festsetzen der Felge mit der Nabe. (Bitte nicht Stehbolzen und Muttern fetten) Beim Festziehen der Felgen bitte auf den richtigen Anzugsmoment der Muttern achten. Der Anzugsmoment selbst ist abhängig von der Größe der Mutter. (Betriebsanleitung beachten). In diesem Zusammenhang können Sie auch noch den Verschleiß der Radlager prüfen. Versuchen Sie das Rad, am besten in aufgebocktem Zustand, nach links und rechts zu rütteln. Das Rad sollte dabei satt und ohne Spiel auf der Nabe sitzen. Wenn nicht, sollte das Radlager erneuert werden.

Kontrolle

Bevor Sie nun losfahren vergewissern Sie sich ob Sie auch alle Muttern angezogen haben und prüfen abschließend den korrekten Reifendruck (Betriebsanleitung beachten). Nach einer kurzen Probefahrt kontrollieren Sie nochmals alle Muttern und ziehen diese gegebenenfalls nach.

Die richtige Lagerung

Lagern Sie Ihre Reifen in einem dunklen, trockenen und sauberen Raum. Die Raumtemperatur sollte auf keinen Fall 35 Grad übersteigen. Optimal ist eine durchgängige Raumtemperatur unter 25 Grad. Des Weiteren sollten in dem gleichen Raum keine Öle, Fette, Lacke oder Kraftstoff gelagert werden. Bei einer Kurzzeitlagerung, bis höchstens 3 Monaten, können die Reifen liegend gelagert werden. Ansonsten sind die Reifen stehen und mindestens 10 cm vom Boden einzulagern. Hier bietet sich am besten ein Regal oder ein spezieller Reifenständer an.

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